Start Impressum Frau und Pferd Soziales Lernen Über uns Reittherapie Lorem ipsum dolor sit amet consecteteur Schon seit ich denken kann existieren Pferde in meinem Leben und faszienieren mich diese wundervollen Geschöpfe. Auch wenn ich nicht das Kind wohlhabender Eltern bin, hatte ich das große Glück durch eine Schulfreundin und deren Eltern, schon sehr früh den Kontakt zu deren Ponies und Pferden haben zu können. Reiten fand meist ohne große Anleitung statt, aber ich erinnere mich an manch lustiges Abenteuer und offensichtlich haben wir Kinder intuitiv viel “Richtiges” gemacht, bzw. spürten die Pferde, dass wir alles in gutem Willen mit ihnen taten. Freiheit und Naturverbundenheit waren mir schon immer wichtig - große Reitställe, in denen die Pferde in Boxen ihren Tag fristen mussten, schreckten mich ab - vom Turniergeschenhen bin ich immer verschont geblieben. Wettkampfstimmung habe ich auf andere Weise erlebt, als erfolgreiche Leistungssportlerin im Kunstturnen. Am eigenen Körper habe ich erfahren was effektives und Gesundheit erhaltendes trainieren heißt, bzw. welche Schmerzen und Verletzungen ein falsches Training nach sich ziehen. Diese Erfahrung und dieses Wissen prägen meine Arbeit mit den Pferden bis heute. Das intensive Training im Kunstturnen von bis zu 3 Stunden täglich ließen natürlich nicht wirklich viel Raum und Zeit für die Pferde, trotzdem schaffte ich es immer wieder mich zu ihnen in den Stall oder auf die Weide zu “stehlen”. Nach meiner Schulzeit folgte die Ausbildung und Arbeit als Lehrerin, später meine Heirat und die Geburt meiner beiden Söhne. Nachdem unsere kleine Familie “Wurzeln” am Fuße der schwäbischen Alb geschlagen hatte, erwachte auch der Kindheitstraum nach dem eigenen Pferd wieder. Diesen Traum verwirklichte ich mir mit meiner holländischen Warmblutstute “Anouk” und wenige Zeit später gehörte auch die Freibergerstute “Mogli” zu unserer Familie.   Zur gleichen Zeit lernte ich den Umgang und die Kommunikation mit Pferden kennen, wie sie im Horsemanship gelehrt wird und war von der Art und Weise beeindruckt. Andrea Schmid unterrichtete mich im Westernreiten und zeigte mir bereits damals, wie wichtig eine gute klassische Gymnastizierung für ein Pferd ist und welche Bedeutung die einzelnen Übungen für das Pferd haben. Nach ihrem beruflichen Wegzug machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Trainer. Vieles von dem, was ich sah und ausprobierte passte nicht zu meiner Vorstellung von Reiten, der Verbundenheit und Freundschaft mit dem Pferd, wie ich sie mir vorstellte. Manches war erschütternd und erschreckend. Irgendwann fiel mir das Buch “Akademische Reitkunst” in die Hände und so fand ich den Weg zu Bent Branderup. Ein Besuch bei ihm in Hamburg und die Teilnahme an seinen Kursen ließen mich sein ABC des Reitens besser verstehen. Ich lernte wie einfach und verständlich die Hilfengebung für das Pferd sein kann, und wie leicht sich Reiten anfühlen kann. 1999 traf ich bei einer Veranstaltung auf Marc de Broissia und Anja Beran. Der Weg nach Bidingen im Allgäu war keine Weltreise für mich und so wurde mir ein weiteres Glück zuteil - mehrmals pro Jahr reiste ich mit meinem Pferd zu Frau Beran und erhielt Untericht von ihr. Parallel dazu verstärkte sich nun der Wunsch in mir, die Arbeit mit den Pferden und die pädagogische Arbeit meines Berufes zu vereinen. Die Freude mit Menschen und Pferden zu arbeiten wollte ich zu meinem Lebensinhalt machen. Ich absolvierte die 3 jährige Ausbildung zur experientiellen Reittherapeutin. Wie wohltuend und heilend der Umgang mit den Pferden ist wurde mir dabei erst richtig bewusst. Diese sanften und sensiblen Wesen lehren uns so viel über uns selbst, dafür bedarf es keiner großen Reitkunst. Allein ihre Anwesenheit genügt, denn sie halten uns unverblümt einen Spiegel vor, in den wir uns nur trauen müssen hineinzuschauen. Während dieser Ausbildungsjahre bestätigte mich Uschka Wolf ein weiteres Mal darin, (wie bereits Bent Branderup), wie wichtig es ist, individuell auf jedes Pferd einzugehen, anstatt dogmatisch eine bestimmte “Methode” anzuwenden. Ich studierte viele Schriften nahmhafter Pferdeausbilder, um den für mich und mein Pferd passenden Weg zu finden.  Frau Dr. Gesa Maier-Bidmon verdanke ich es, dass eine weitere große Lehrmeisterin, meine Stute “Waluga” an meine Seite trat. Dieses Pferd lehrt mich bis heute unaufhörlich was “weniger ist mehr” heißt. Stets fordert sie mich heraus im “Hier und Jetzt” zu sein, meiner Intuition zu folgen und auf meine Gefühle zu achten. Sie bestätigt die Worte Dominique Barbiers: “Reiten findet zu 90% im Geiste statt”. Glückliche Umstände führten mich 2011 in die Schweiz, wo ich den langjährigen Lehrmeister Anja Berans und Ecuyer Marc de Broissia wieder traf. Ich sehe es als großes Geschenk von ihm unterichtet  zu werden. Mein Studium der Reiterei wird nie enden, aber ich hoffe sehr darum einmal glücklich dieses Leben verlassen zu dürfen und mir sagen zu können, ich habe mein Bestes dazu beigetragen. Darüber hinaus bin ich froh immer mehr Menschen zu begegnen, die “anders denken” oder ihre Sichtweise und Einstellung gegenüber Haltung, Umgang, Reiten und dem Leben mit Pferden “zum Wohle der Pferde” verändern. Mein Dank gilt all den Menschen und den Tieren, die mich auf meinem Weg begleitet haben und weiterhin begleiten werden, meinen Söhnen und meinem Ex-Mann, die mich für die Pferde schon so oft unterstützt haben. Zu guter Letzt danke ich meinem Lebensgefährten Carsten Bieber. Er bestärkt und unterstütz mich in meinem Sein. Gemeinsam mit ihm und unseren Tieren darf ich einen wundervollen Weg auf dieser Erde beschreiten. Welch ein Glück! Galerie